Heimsieg für die A-Jugend

Am Sonntag traf der Landesliganachwuchs auf den zweitplatzierten der Oberliga, die JSG Wallstadt. Wenn man die Tabelle vor dem Spiel angeschaut hat, waren die Rollen klar verteilt.Die mit Abstand beste Offensive der Liga (im Schnitt 35 Tore) traf auf eine formschwache Defensive des TuS Griesheim. Auch andere Vorzeichen waren nicht ideal, nachdem man letztes Wochenende in Hüttenberg unglücklich und vor allem unverdient verloren hatte. Hinzu kam, dass auch noch der Cheftrainer Sakib Omerovic aus privaten Gründen nach Bosnien reisen musste und erst 24h vor Spielbeginn zurückkehrte. Eine schnelle Lösung sollte gefunden werden: So sprang der Jugendkoordinator Ronald Bausch der Zwiebelstädter ein. „Die Spieler haben in dieser Woche hervorragend trainiert und aus ihrer vermeidlichen Schwäche sich eine Stärke erarbeitet.“ sagte dieser nach dem Spiel. Von der 1. Minute zeigte die Mannschaft sich im Abschluss konzentriert und in der Abwehr stabil und aggressiv. Nach nur 4 Minuten führte der scheinbare Außenseiter 4:0 und in der 11. Spielminute sogar 8:2. Der Gäste-Trainer nahm danach sofort die Auszeit. "Ein perfektes Spiel" wurde in der Auszeit von den TuS-Trainern gelobt aber auch gewarnt "nicht nachzulassen, es ist noch lange kein Spielende!“ Die Spielgemeinschaft aus Wallstadt versuchte alles, um die Heimmannschaft an ihre Grenzen zu bringen, was nur bedingt gelang. Zwar schmolz der komfortable zwischenzeitliche 6-Tore-Vorsprung bis zur Halbzeit auf 2 Tore (14:12) aber die Führung blieb bestehen. Auch in der 2. Halbzeit war es Werbung für den Handballsport, harter, aber fairer, schneller und attraktiver Handball, was auch an den Schiedsrichtern Lippert/Lippert lag, die das Spiel trotz vieler Emotionen zu 100% im Griff hatten. In der 38. Spielminute führte der Gast das erste Mal und das Spiel schien zu kippen. Jetzt kam die Auszeit des TuS.„Wir haben da an unsere Tugenden der ersten 30 Minuten erinnert und versucht, den Jungs Mut zuzusprechen und nicht anfangen, zu zweifeln oder sogar jetzt aufzugeben", sagten die Trainer und sie sollten Recht haben. Es gelang dem TuS, das Spiel wieder an sich zu reißen und nach dem Ausgleich zum 18:18 wieder einen Vorsprung von sogar 4 Toren zu erarbeiten,was einen Zwischenstand von 25:21 in der 55. Minute mit sich brachte. Nachdem dann Michael Siebler in der 58. Minute, wohlgemerkt in Unterzahl, das 27:23 erzielte, feierte die Halle schon. Der Endstand war dann 29:27, zum Ärger des Trainerteams, man erlaubte den Gästen in 2 Minuten noch 4 Tore zu werfen! Nach dem Spiel war die Freude über diesen Coup dennoch groß und es schallte durch die Großsporthalle „So seh´n Sieger aus…" Zum Schluss noch: Man kann und darf keinen der TuS-Spieler hervorheben, alle haben ihren Beitrag dazu beigesteuert und den Beweis angetreten, dass die geschlosseneMannschaftsleistung immer gewinnt, wenn man dazu trainiert und dieses dann auch im Spiel umsetzt. Der Schlüssel des Erfolges war unsere Abwehr mit den 2 bärenstarken Torhütern T. Poth und J. Matussek, die gegen diese überragende Offensive von Wallstadt bis zur 52.Minute nur 21 Tore zugelassen haben. So freut man sich jetzt schon auf die Bundesligareserve der HSG Wetzlar, die am Samstag zu Gast ist, denn mit dieser Form und Einstellung gewinnt man gegen jeden Gegner.

Es spielten: Siebler, Michael(6); Matzel, Janik; Davis, Alexander(1); Klatt, Tobias; Bogs, Emil; Sonderecker, Philipp(2); Schnitzenbaumer, Mark(3); Schuberth, Matthias(6); Gieseking, Jasper(3); Schwerber, Maximilian(2); Baumbach, Andreas(6); Im Tor: Poth, Tim & Matussek, Jonas  

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