Durchmarsch in die Bezirksliga B

Nach einem glücklichen Aufstieg in Bezirksliga C war das ursprüngliche Saisonziel Klassenerhalt spätestens zur Weihnachtspause überholt. Nach einem gelungen Start gegen drei schwächere Gegner in dieser Klasse, erlitten die Jungs die erste herbe Niederlage gegen die einzige 1. Mannschaft der Bezirksliga C, den TV Seeheim, gefolgt von einem knappen Misserfolg im Derby gegen die TGB Darmstadt. Doch was dann folgte, kann man eine gelungene Serie nennen: bis zum letzten Spieltag verlor die Mannschaft kein Spiel mehr. Heraus zu heben ist sicherlich das Spiel in Bonsweiher vor Weihnachten. Die Voraussetzungen waren klar: will man noch aus eigener Kraft Staffelprimus werden, muss dieses Spiel gewonnen werden.

Die Jungs haben dem Druck großartig standgehalten und ihr vielleicht bestes Saisonspiel hingelegt. Dem bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer fügte man eine empfindliche 21:30 Heimniederlage zu. Nach diesem Spiel war klar, dass der Aufstieg in die Bezirksliga B nur über die Griesheimer gehen kann. Bis zum Showdown folgten dann zwar noch ein paar schwächere Spiel, die aber trotzdem gewonnen werden konnten. Ausgerechnet am vorletzten Spieltag gaben die Jungs ihren ersten Punkt gegen die HSG Bensheim/Auerbach ab - bei einem Sieg wäre der Aufstieg schon perfekt gewesen. Trotzdem hatte die Mannschaft zum „Endspiel“ noch den beruhigenden Vorsprung von 9 Toren. Dachte man zumindest bis zu dem Zeitpunkt, bis Bonsweiher mit dem Rückraum der 1. Mannschaft aus der Bezirksoberliga antrat. Es wurde letztendlich ein Spiel auf Augenhöhe, geprägt von zwei starken Abwehrreihen, das Bonsweiher zwar mit einem Tor gewann, aber der Aufstieg der Dritten war perfekt.

Mit zu diesem Erfolg trug die Tatsache bei, dass verletzungs- oder berufsbedingte Ausfälle nicht nur quantitativ, sondern auch mit entsprechender Qualität kompensiert werden konnten. Die Bank war meistens voll besetzt und alle Spieler trugen das Saisonziel mit. Für die Statistik sei noch erwähnt, dass insgesamt 23 Spieler eingesetzt wurden und der Altersunterschied zwischen jüngstem und ältesten Spieler 38 Jahre betrug.

Wie in der vorigen Saison wird das Ziel natürlich erst einmal der Klassenerhalt sein. Es ist das erste mal, dass die Dritte in einer 14-Staffel antritt, dass heißt bis Ende April 2017 wird es kaum spielfreie Wochenenden geben. Das ist auf der einen Seite positiv, da in der vergangen Spielzeit die Mannschaft durch lange Pausen teilweise den Rhythmus verloren hatte, auf der anderen Seite verlangt von jedem einzelnen noch mehr Engagement und Einsatz.

Es steckt noch einiges an Potential in der Mannschaft, das es zu heben gilt. In der Abwehr wurden in der Vorbereitungen noch einige Varianten einstudiert und auch im Angriff gab es noch genügend Möglichkeiten, die spielerischen Elemente zu verbessern. Und wie immer gilt: positive Überraschungen werden dankbar angenommen und die Mannschaft freut sich auf zahlreiche Unterstützung bei den Spielen in heimischer Halle.