Starker Angriff reichte am Ende nicht aus

Am vergangenen Sonntag empfing der TuS Griesheim zum Landesliga-Heimspiel die Mannschaft der HSG Rodenstein. Die Marschroute in dieser Partie war von Vornherein klar: gegen das bis dato punktlose Tabellenschlusslicht aus dem Odenwald sollte der nächste Heimsieg eingefahren werden. Auch der kurzfristige Ausfall von Spielmacher Leon Steinmetz (Grippe) und dem am Wurfarm angeschlagenen Felix Türke sollte diesem Vorhaben keinen Abbruch tun. Schon die ersten Minuten ließen jedoch ein anderes Spiel erwarten. Beide Seiten kamen immer wieder zu Torerfolgen, so dass sich zunächst eine ausgeglichene Partie abzeichnete (9:9 nach 22 Minuten). Auf Seiten der Griesheimer ließen sich die Schwächen vor allem in der Abwehrreihe erkennen. Anstatt kompakt und konsequent zu Werke zu gehen, konnten die Gäste zu oft mit leichten Mitteln Tore erzielen. Entsprechend schwer fiel es auch den Griesheimer Torleuten ins Spiel zu kommen. Diese Nachlässigkeiten sollten sich durch das ganze Spiel ziehen - man bekam zu keinem Zeitpunkt konsequenten Zugriff in der Defensive. Im Angriff hingegen funktionierten größtenteils die bewährten Mittel. Mit viel Bewegung und gutem Spiel über Außen und den Kreis fand man regelmäßig eine Lücke in der Rodensteiner Abwehr. Schmerzhaft waren jedoch 4 (!) verworfenen Siebenmeter im ersten Durchgang, die schlussendlich auch den Rückstand von 10:14 zur Halbzeitpause ausmachten.

Die zweite Halbzeit wollte der TuS entsprechend selbstbewusster und konsequenter angehen. Dies gelang auch. So egalisierte Marvin Busch den Spielstand in der 39. Minute durch einen nun erfolgreichen Siebenmeter zum 16:16 und Roman Wesche sorgte in der 47. Minute nach zwei Toren in Folge für die erste Führung in dieser Halbzeit. Die gute Phase konnte der TuS Griesheim allerdings nicht nutzen, um das Spiel entscheidend an sich zu reißen, schließlich stand man in der Abwehr nach wie vor zu offen und lud die HSG immer wieder zum Ausgleich ein. Auch die Umstellung auf eine defensive 6:0-Formation kurz vor Schluss änderte daran nichts mehr. Die spannende Schlussphase sollte daher mehr oder weniger über das Glück entschieden werden. Sicherlich wäre man nach dem Ausgleich durch Marvin Busch knapp eine Minute vor Ende auf beiden Seite auch mit einer Punkteteilung zufrieden gewesen. Der HSG Rodenstein war allerdings noch ein letzter Angriff gewährt, welchen der starke Philipp Ripper zum Siegtreffer nutzte. Der TuS Griesheim verspielte damit die Chance auf ein ausgeglichenes Punktekonto und findet sich mit nun 5:9 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz. Chance auf Wiedergutmachung besteht am kommenden Samstag, den 03.11.2018, zu Gast beim Aufsteiger und Tabellenzwölften HSG Fürth/Krumbach.

Bericht: Gerrit Kupzog