Oliver Lücke tritt vom Traineramt zurück - Ronald Bausch übernimmt vorübergehend

Am Montagmorgen wurde die Vereinsführung mit dem Wunsch konfrontiert, den Trainer von seiner Aufgabe zu befreien. Diesem Wunsch musste man schweren Herzens nachkommen. Der Schock darüber ist nach wie vor vorhanden, da im Umfeld niemand die sportliche Misere mit dem Trainer in Verbindung gebracht hat.

Nichts desto trotz geht es nun weiter im Kampf um den Klassenerhalt. Interimstrainer ist fortan Ronald Bausch, der bereits seit Januar 2016 die rechte Hand von Ex-Trainer Lücke war. Björn Friedrich wird das Trainerteam weiterhin komplettieren, sodass die Last auf zwei Schultern verteilt ist.

"Als der Dienstälteste Griesheimer in der 1. Mannschaft möchte ich mich noch einmal im Namen der Mannschaft bei Oli bedanken. Der Aufschwung, der in den letzten fünf Jahren in Griesheim zu sehen war trägt eindeutig seine Handschrift. Trotz der aktuellen Talfahrt werden denke ich viele positive und schöne Momente überwiegen, die auch bei dir in bester Erinnerung bleiben werden. Vielen Dank für dein überdurchschnittliches Engagement", so Tim Patrzalek.

Am kommenden Samstag muss die Mannschaft zum Tabellenführer nach Wetzlar. Die Bundesligareserve ist gespickt mit vielen jungen Spielern, welche teilweise sogar in der Jugendnationalmannschaft auflaufen. Als klarer Außenseiter wird man die Reise antreten müssen, was allerdings nicht bedeutet, dass man die Schlacht schon jetzt verloren sieht.

Griesheimer Handballer im Kellerduell gegen Kahl

Dass die Oberligahandballer des TuS Griesheim in den ersten Spielen nicht ganz ligatauglich sein werden, war nach der Vorbereitung eigentlich jedem bewusst. Zu viele Spieler glänzten mit zu langer Abwesenheit. Damit war klar, dass die Mannschaft eine Anlaufphase von mehreren Spielen benötigt.

"Die individuelle Unterlegenheit werden wir im laufe von einer Saison nicht ablegen können. Unser Ziel muss es sein, über Spielkonzeptionen unseren Gegenüber zu schlagen. Umso ärgerlicher ist es, dass wir daran in der Vorbereitung nicht ausreichend arbeiten konnten", so Trainer Oliver Lücke.

Die Spielhandlungen wurden zuletzt vermehrt trainiert und auch anhand von Videoschulung aufbereitet. Dass hier eine Steigerung sichtbar ist, konnte man zuletzt gegen Gensungen und Bürgel sehen, wo die Zwiebelstädter einen bzw. zwei Punkte hätten sichern müssen.

"Wenn du in der Tabelle weiter oben stehst und dadurch mehr Selbstvertrauen besitzt, gewinnst du die Spiele gegen Gensungen und Bürgel", fügte Betreuer Ronald Bausch hinzu.

Wenn am kommenden Sonntag um 17:15 Ur die HSG Kahl/Kleinostheim zu gast sein wird, wird es der Mannschaft egal sein, dass die Kahler bisher auch noch keine Punkte sammeln konnten. Gut vorbereitet, möchte man nun einfach die Punkte holen, egal gegen wen. Die Lust aufs Gewinnen ist einfach zu groß!

Die Mannschaft würde sich freuen, die gleiche Unterstützung zu erhalten, wie sie es gewohnt ist, denn nur so ist es möglich, die Schwächephasen zu überwinden, um endlich einen Sieg einzufahren.

Aufwärtstrend setzt sich trotz Niederlage weiter fort

Leider konnten die Griesheimer Handballer ihre gute Leistung am Samstagabend nicht belohnen und verloren gegen die TSG Bürgel am Ende knapp mit 30:28.

Mit einem klaren Plan waren die Zwiebelstädter am Samstag nach Offenbach gefahren. Da Lars Friedrich aus privaten Gründen das Spiel verpasste, wurde Sebastian Avemarie, welcher auch durch seine hundertprozentige Torausbeute positiv auffiel, von Beginn an auf den spielstarken Nils Lenort angesetzt. Die Manndeckung fruchtete sofort und stellte Bürgel vor eine Aufgabe, welche sie zunächst nicht lösen konnten.

Alle Last lag nun auf dem im letzten Jahr noch Bundesliga spielenden Christian Hildebrandt. Da Trainer Lücke seiner Mannschaft gute Anweisungen mit auf den Weg gab, wurde dieser allerdings von Alexander Rohaly und Andreas Ochs gut bekämpft. Durch den Rückhalt von Torhüter Marcel Bolling hatte man das Spiel in der ersten Halbzeit im Griff und ging mit einer 14:11-Führung in die Halbzeit. 

„Wir haben eine gute erste Halbzeit abgeliefert. Man erkennt eine stetige Entwicklung in unserem Spiel, jedoch darf auch bemängelt werden, dass wir eigentlich mit einer höheren Führung in die Pause hätten gehen müssen. Dies wäre am Ende eventuell ein größeres Polster gewesen“, so Trainer Oliver Lücke.

Nach der Halbzeit konnte man die Überzahl nicht nutzen um den Vorsprung auszubauen. Durch leichtfertige Abschlüsse gab man den Hausherren zudem die Möglichkeit, durch zwei einfache Gegenstöße wieder ins Spiel zu finden.

Nach dem 18:15 durch Alexander Rohaly gelang es den Griesheimern, zehn Minuten kein Tor zu erzielen. Dies wurde durch einen 7:0-Lauf der Bürgeler bestraft, sodass man mit 22:18 zurück lag. Auch der Ausgleichstreffer durch Philip Wesp zum 26:26 konnte die Bürgeler nicht mehr aus der Routine bringen und man sich am Ende mit 30:28 geschlagen geben musste.

„Heute hätten wir die Chance gehabt zwei Punkte zu holen. Unser Matchplan ging voll auf, ein wenig Glück und die Konzentration im Abschluss hat uns ein wenig gefehlt - besonders auf den Außenpositionen. Ich bin mir sicher, dass wir nach einem Sieg in der Vorwoche auch solch ein Spiel siegreich gestaltet hätten. Auch wenn wir jetzt weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz stehen werden wir versuchen mit der nötigen Ruhe und akribisch weiter an uns zu arbeiten“. kommentiert Lücke die aktuelle Situation.

Handballer zu Gast beim Aufsteiger

Nachdem man vergangene Woche nach einer starken Partie als unglücklicher Verlierer vom Platz ging, muss man am kommenden Samstag beim Aufsteiger aus Bürgel antreten.

Gegen Gensungen schaffte man es nicht, in der sehr ausgeglichenen Partie am Ende einen Punkt zu holen und das obwohl man dieses mal eine Schwächephase (9:14) zum Halbzeitstand von 14:15 hervorragend überwinden konnte. Die in der zweiten Halbzeit immer wechselnden Führungen versprachen bereits im vor Schluss eine spannendes Ende. 

Durch zwei deutliche Fehlentscheidungen der Schiedsrichter geriet man mit einem Tor in Rückstand, ehe man durch die defekte Hallenuhr und das fehlende Zeitgefühl, bereits 5 Sekunden vor Schluss den Ausgleich geworfen hatte. Diese Zeit reichte den Nordhessen aus, um den Anwurf direkt im Tor zu versenken und die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Natürlich ist es ein absolutes Unding, dass die Verantwortlichen es nicht geschafft haben, die Hallenuhr innerhalb von 7 Werktagen zu reparieren. Das hierzu keine Strafe seitens des Verbandes eingetroffen ist, beruhigt die Angelegenheit auch nur minimal.

Ganz anders bei unserem kommenden Gegner Bürgel. Der starke Aufsteiger aus Offenbach verfügt über ein großes Netz an Sponsoren und verfügt mit einer eigenen Halle, mit angebundenem Fitnessstudio die perfekten Trainingsbedingungen. Die Bürgeler befanden sich schon seit mehreren Jahren auf dem Weg in die Oberliga und sind immer kurz vor knapp am Ziel gescheitert - zuerst im Jahr, als die Griesheimer den Aufstieg perfekt machten. 

Nun aber weißt der Kader des ehemaligen griesheimer Spielers und derzeitigen Trainer der Offenbacher, Tom Grunwald, eine hohe Qualität auf. Der Großteil der Mannschaft spielte bereits in der vergangenen Saison zusammen, wodurch das Zusammenspiel hervorragend funktioniert. Mit dem bärenstarken Nils Lenort im linken Rückraum verfügen sie einen wurfgewaltigen Spieler, der aber ebenso das Auge für seine Mitspieler hat.

Ein Transfercoup landeten sie zudem in der Mitte der Vorbereitung mit Christian Hildebrand. Der 30jährige gebürtige Offenbacher durchlief schon mehrere Positionen in der Bundesliga und war zuletzt bei der MT Melsungen aktiv. Der erfahrene Linkshänder wird dafür sorgen wollen, dass das Spiel des Aufsteigers nicht leicht auszurechnen ist.

„Wenn wir an die Leistung der letzten Woche anknüpfen können ist aber alles möglich. Die Mannschaft spielt sich immer besser ein. Es war klar, dass wir uns erst finden müssen und von Spiel zu Spiel an unserer Aufgabe wachsen“, so Trainer Oliver Lücke.

Da die TSG Bürgel derzeit mit 4:0 Punkten in der Tabelle weit oben anzutreffen ist, werden die Griesheimer als klarer Aussenseiter nach Offenbach reisen.

„Beim letzten Spiel in Bürgel sind ca. 100 Fans mit uns gereist. Damals konnten wir den Vorsprung auf die TSG ausbauen und uns die Meisterschaft so gut wie sichern. Wäre doch schön, wenn unseren Fans so etwas noch einmal gelingen würde. Es ist immerhin das Auswärtsspiel mit der kürzesten Entfernung! Anpfiff ist um 19:00 Uhr in der ESO Sportfabrik - also bis dann!“, freute sich Medienbeauftragter Tim Patrzalek über jeden Mitgereisten Fan.

Heimspiel gegen Gensungen

Am Sonntagabend treffen die Griesheimer Handballer um 17:15 Uhr auf die ESG Gensungen/Felsberg. Die Nordhessen befindet sich derzeit in einem Umbruch. Auf einigen Positionen sind sie mit vielen jungen Spielern besetzt, welche zum Großteil in der A-Jugend-Bundesliga gespielt haben. Durch diese gute Ausbildung besitzen auch die jungen Spieler bereits eine sehr hohe Qualität.

Diese jungen Spieler werden durch erfahrene Spieler wie Spielmacher Hütt, den wurfstarken Pregler und den sehr großen, körperlich starken Kreisspieler Vogel.
Der Kader der Gensunger hat eine gute Mischung zwischen Alt und Jung, ähnlich wie Kleenheim in der letzten Woche.

Die Griesheimer werden nun auf Marc Voegele verzichten müssen, der sich für fünf Wochen beruflich im Ausland befinden wird. „Marc bedauert es, dass es nicht zu umgehen ging. Er fühlt sich in Griesheim wohl und hat sich recht schnell an das Niveau der Oberliga herangearbeitet“, so Trainer Oliver Lücke. Wieder hinzugestoßen ist am gestrigen Freitag Lars Werkmann. Der wurfgewaltige Rückraumspieler ist nach seinem sechswöchigen Amerika-Tripp wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

„Nach den zwei Niederlagen zu Saisonbeginn muss die Mannschaft nun noch mehr zusammen rücken. Über Phasen spielen wir einen sehr guten Handball und konnten bisher auch beide Gegner Paroli bieten. Wenn es einmal nicht so läuft, dürfen wir nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. Dies wurde unter der Woche bereits angesprochen, um eine schnelle Besserung zu erzielen. Die Mannschaft ist sehr jung und braucht Unterstützung von allen Seiten!“, sagte Trainer Lücke.

Die Mannschaft hofft auf lautstarke Unterstützung on den Rängen!

Schweres Auswärtsspiel vor der Brust

Nach einem schwachen Saisonauftakt in heimischer Halle, müssen die TuS Handballer am Samstagabend nach Kleenheim reisen.

Zur Auftaktniederlage kamen unter der Woche noch weitere negative Nachrichten. Neuzugang Lars Kretschmann wird einer Operation am Handgelenk nicht entkommen können und auch der Einsatz von Jonas Ahrensmeier am Wochenende ist fraglich.

Hinzu kommt die Nachricht, dass Marc Voegele nach der Partie in Mittelhessen für 5 Wochen beruflich ins Ausland muss. Ob er an ein paar Wochenenden die Heimreise antreten kann ist derzeit noch offen. Torgarant Lars Werkmann befindet sich noch bis zum Montag in Amerika und wird erst in der kommenden Woche zur Mannschaft stoßen.

An dieser Stelle zahlt es sich bereits früh in der Saison aus, dass die Griesheimer diese Jahr auf einen breiteren Kader setzen. Gut vorbereitet wird man versuchen, pünktlich zum Zwiebelmarkt, in der Ferne für eine Überraschung zu sorgen.

Die HSG Kleenheim ist schon seit vielen Jahren in der Oberliga zuhause und hat sich dort regelmäßig in den oberen Tabellenplätzen festgesetzt. Die Mannschaft besteht aus einer guten Mischung aus Jung und Alt. Mit einem starken Jens Elsner im Tor, ziehen die erfahrenen Spieler um Köhler, Keil und Reusch die Fäden.

„Unsere jungen Spieler haben auf jeden Fall das Niveau der gegnerischen jungen Spieler. Uns fehlen jedoch die erfahrenen Spieler, die nicht nur die richtigen Entscheidungen treffen, sondern auch die jungen Spieler führen. Dies müssen wir immer mit Wille zum Kampf, Leidenschaft und taktischer Disziplin ausgleichen“, so Trainer Oliver Lücke.

Aus diesem Grund liegt große Last auf den Schulter des ehemaligen spanischen juniorennationalspieler Alex Rohaly, welcher im Sommer nach Griesheim wechselte. Der 24jährige befindet sich nun wieder regelmäßig im Training, nachdem er berufsbedingt die zweite Vorbereitungsphase nicht oft trainieren konnte und sich nun Stück für Stück an sein Level heran kämpft. Alex ist zwar auch noch ein junger Spieler, hat jedoch eine Menge Erfahrungen im Profibereich sammeln können. So spielte er bereits in seinem ersten Jahr im Erwachsenenbereich in der spanischen 1. Liga. Er kann der Spieler sein, der die Verantwortung übernehmen wird und mit seiner individuellen Klasse auch mal den Unterschied ausmachen. 

Spielbeginn in Kleenheim ist um 20:00 Uhr.

Tolle Rahmenbedingungen beim ersten Saisonspiel

Am vergangenen Sonntagabend mussten die Oberliga-Herren des TuS Griesheim gegen den TSV Velmar eine bittere Niederlage einstecken. Die Mannschaft um Trainer Oliver Lücke fand zu keinem Zeitpunkt den Zugriff auf den Gegner.

Vor dem Spiel präsentierte man alle Jugendmannschaften, was jede Menge Zuschauer in die Halle lockte. Vor vollen Rängen wollte die junge Truppe Ihre ersten Punkte gegen den Aufsteiger sammeln. So war zumindest der Plan, gegen den die Nordhessen allerdings eine Lösung hatten. 

Von Beginn hat mussten die Zwiebelstädter eine Rückstand hinterher laufen, auch weil die Abwehr, welche in den letzten Vorbereitungsspielen eine Stärke war, überhaupt nicht funktionierte. Nach einer Auszeit beim Stand von 7:10 fand man etwas besser ins Spiel, konnte den 3-Tore-Rückstand bis zur Halbzeit allerdings nicht aufholen (15:18).

Nach der Pause agierte man mit einer offensiveren Abwehrformation, um den Gegner vor eine neue Herausforderung zu stellen. Die körperlich überlegeneren Nordhessen, angeführt vom ehemaligen spanischen Nationalspieler Rochel, waren im 1-gegen-1 zu stark und zu erfahren, um sich von der Abwehr aus der Spur bringen zu lassen. 

Nach einem Zwischenzeitlichen Rückstand von 10 Toren, stand am ende ein 27:34 auf der Anzeigetafel. Die junge Truppe hat also noch sehr viel Arbeit vor sich, um ihre Ziele zu erreichen.

„Mit 24 Fehlwürfen und 10 technischen Fehlern wirst du gegen keinen Gegner ein Spiel erfolgreich gestalten. Die Leistung in der Defensive macht mir hier aber größere Sorgen, da wir es nicht geschafft haben den Zugriff auf den Gegner zu bekommen, obwohl dies eine unserer Stärken in der Vorbereitung war. Schade, dass wir die hervorragende Stimmung auf den Rängen nicht nutzen konnten, um Werbung für uns zu machen“, so Trainer Oliver Lücke.