Alt-Handballer auf Rhön-Radtour

An Fronleichnam starteten neun Radler der AH-Handballer des TuS Griesheim zu einer dreitägigen Radtour. Vorbereitet und perfekt bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurde die Reise einmal mehr von Thomas Vogel. Mit einem Kleintransporter und zwei Pkwerreichte man nach etwas mehr als einer Stunde den Start- und Zielort Gemünden am Main. Schnell waren die Räder ausgeladen und die Taschen angehängt, dann ging es los. Zunächst fuhr man durch das idyllische Sinntal im Naturpark Spessart. Man tauchte ein in eine Welt ohne Verkehrslärm, doch die Freude wurde bald etwas getrübt. Was die Teilnehmer zwar wussten, aber nicht genau einschätzen konnten, war die Tatsache, dass man von nun an eine Strecke von 60 Kilometer bewältigen musste, die permanent bergaufging. Tourguide Thomas Vogel versuchte mit der Aussicht auf eine sich anschließende 30 Kilometer lange Abfahrt bis zum Etappenziel zu motivieren und zu beruhigen, was ihm aber nur bedingt gelang. Nach zweieinhalbstündiger Fahrt befanden sich die Griesheimer im Naturpark Bayerische Rhön auf einer Höhe von 230 Meter, der noch zu erklimmende höchste Punkt der Tor lag auf 650 Meter. 

Einige Kilometer und eine Rhöner Wurstplatte später erreichten die TuS’ler das sogenannte Bäderland. Hier reihen sich einige sehr bekannte und berühmte Bäder mit toller Architektur aneinander. Bad Brückenau, Bad Neustadt und am folgenden Tag Bad Bocklet und Bad Kissingen waren ein Highlight der Tour. Nach reichlich Schweiß und Tränen wurde schließlich in der Nähe des Tuppenübungsplatzes Wildflecken die 650 Meter-Marke genommen. Von nun an ging’s bergab. Wenig später fuhr die TuS-Truppe durch den kleinen Ort Schönau an der Brend, wo einst der Erfinder des Rhönrads lebte. Gegen 19.30 Uhr war das Etappenziel Bad Neustadt an der Saale erreicht.

Am zweiten Tourtag lautete die Parole: Wir haben die schwierigste Etappe hinter uns gebracht. Doch weit gefehlt, die Strecke hattezwar leichtes Gefälle, doch es mussten immer wieder kurze, steile Anstiege bewältigt werden. Zudem war es mit knapp 100 Kilometer die längste Teilstrecke. Die Altstadt von Bad Kissingen wurde besichtigt, am Ortsrand fand die Offroad-Messe Abenteuer & Allrad statt. Die fand einer der TuS-Radler so interessant, dass er den Anschluss zur Gruppe verlor und obendrein in die falsche Richtung fuhr. Es half nichts, Tourguide Vogel musste zurückfahren und den verloren Offroad-Begeisterten einsammeln. Weiter ging es entlang der Fränkischen Saale, der Main wurde überquert und Hammelburg durchfahren. Es folgte eine kurze Rast in der Schonderfelder Brotzeitstube, die hausgemachten Schmalzbrote schmeckten hervorragend. Das Schlussstück konnte nun in Angriff genommen werden, es endete mit einer Bergankunft. Nach drei Kilometer Anstieg konnten die TuS-Jungs durchatmen, der Hotelgasthof Buchenmühle war erreicht.

Am dritten Tourtag ließen es die Griesheimer etwas ruhiger angehen und rollten durch die herrlichen Mainauen. In Lohr wurde die Altstadt mit ihren imposanten Fachwerkhäusern besichtigt und auch in Marktheidenfeld gab es einiges zu sehen. Da Rad fahren hungrig macht, kehrte man im Mainufer Biergarten ein, die Weißwurst schmeckte vorzüglich. Der Rückweg führte wieder über Lohr, die Schlussrast erfolgte im Keiler Brauhaus. In Griesheim wohlbehalten angekommen, waren sich die Teilnehmer einig, dass es trotz der Strapazen eine der schönsten Radtour war, an die man sich noch lange erinnern wird.